Sonntag, 12. April 2015

Was genau ist Tränen und Muttermilch?!


Mit der Geburt meines dritten Sohnes, der Räumlichen Trennung durch eine Sepsis am Baby und einem spinalen Kopfschmerz bei mir, war es mir fast unmöglich genug Milch für mein Baby abzupumpen.
Ich bin Stillberaterin, und es brach mir das Herz, das mein kleines hilfloses, gut riechendes Baby, das so weit weg in einer anderen Klinik war, jetzt Formula erhalten sollte,...
Er konnte nicht an meiner Brust sein, mit mir kuscheln, die Kabel an seinem winzigen Körper... Beim aufschreiben darüber wird mir schon anders... Nicht mal besuchen konnte ich ihn, bei einem spinalen Kopfschmerz willst du nur liegen, GLAUB MIR! Da hilft auch der Gedanken zum Baby zu wollen nicht....
Und dann waren da meine Freundinnen! Diese Frauen, die ich in ihrer Liebe und Freundschaft wahrhaftig unterschätzt habe!
Der Satz von E. per Whats App, in unserer heiligen Gruppe "Soll ich zu Konrad fahren und ihn stillen?" war ganz kurz komisch, und dann ganz klar "Ja!"
In den folgenden Tagen besuchte sie ihn immer wieder, und schrieb mir jedes mal danach ganz genau wie es war. Sie druckte mir Fotos aus, rahmte eines ein und brachte sie mir, sie weinte mit mir (wobei ich fast nicht mehr weinen konnte...), ja sie fühlte mit mir! Das alles schon war mehr als ich je erwartet hatte! Konrad, mein Sohn, hatte beim ersten Ammenstillen Schwierigkeiten damit, er weinte. E. nahm ihn hoch, legte ihn auf ihren nackten Oberkörper und sprach zu ihm, das sie wüsste das sie nicht seine Mama sei, aber er trinken müsste um bald zurück zu Mama zu kommen. Worte die mich sehr zu Tränen rühren, immer noch!!!!
Sie besuchte ihn noch weitere male, brachte meinem Mann etwas zu essen, sie brachte uns das Dorf ins Krankenhaus. Auch meine anderen Freundinnen waren unaufhaltsam damit beschäftigt für uns zu sorgen, uns aufzufangen. Wir waren förmlich nie alleine! Ich wünschte jede Familie, die nach der Geburt getrennt ist, hat das Glück solche Freunde zu haben...

Nach den Tagen im Krankenhaus, Konrad uns ich waren wieder zusammen, sassen wir auf Konrads Kinderzimmerteppich. Wir sprachen über den Alltag mit unseren Kindern, die Emotionen die wir ihnen gegenüber haben, ja das es auch oft verdammt schwer ist Mutter zu sein, und das man so oft auch sein altes Leben vermisst! Wir sind eben nicht nur Mütter, sondern auch Frauen, die mal raus müssen. Es gehört einfach dazu. In den Gesprächen mit meinen Freundinnen, gaben wir diesen Gesprächen den Namen "Tränen und Muttermilch". Wir teilen Emotionen, und ja, wir teilen auch Muttermilch, wenn es drauf ankommt! Und wir sind ehrliche wunderbare Frauen und Mütter!
Fällt es noch so schwer, war der Tag noch so beschissen anstrengend, wir lieben unser Leben, unsere Familien, und wir geben das Beste für sie! Jeden Tag!

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